Bewegung kann Heilung fördern

Bewegung lindert Rückenschmerz

Selbst bei Rückenschmerz ist die klare Empfehlung zur Bewegung gegeben, denn der Bewegungsapparat ist lebendig. Durch Beanspruchung (hiermit ist nicht Überanspruchung gemeint) werden Durchblutungs- und Anpassungsvorgänge angeregt.

Herz-Kreislauf-Erkrankung

Kardiovaskulären Erkrankungen, verbreitet und oftmals todbringend, liegen verschiedene Risikofaktoren zugrunde. Ein wichtiger ist die mangelnde physische Aktivität (vgl. Myers et al. (2015). Und kardiovaskuläre Erkrankungen verursachen im Allgemeinen am meisten Leid. Es lohnt sich also auch gesellschaftlich einen Wandel zu erzielen, indem der Risikofaktor mangelnde Bewegung reduziert wird. Wenn zudem noch die Ernährung umgestellt wird, dann zeigen sich noch positivere Effekte als durch einfache Addition zu erwarten wäre – Lebensstilfaktoren wirken zusammen (Chow et al., 2010).

Diabetes Mellitus (Zucker)

Bei Diabetes Typ 2 weisen Lebensstiländerungen, wie gesteigerte körperliche Aktivität, den höchsten Evidenzgrad (bester Nachweis von Wirksamkeit) auf, um veranschlagte Behandlungsziele und somit höhere Lebensqualität zu erreichen. Dies liegt unter anderem daran, dass physische Aktivität sich auf Lipidstoffwechsel, Blutglucose und Blutdruck positiv auswirkt (kann im Fall der Diabeteserkrankung als Schutzfaktor bezüglich Folgeerkrankungen wie Neuropathien fungieren).

Bewegung schützt vor Krebserkrankungen

Sich zu bewegen führt zur Reduktion des Risikos für Krebserkrankungen, sowie während Krebstherapie zu höherer Lebensqualität (auch in fortgeschrittenen Krebsstadien) und Überlebensrate (Lemanne, Cassileth & Gubili, 2013). Obwohl Bewegung natürlich keine Heilung verspricht, gibt es wenig Argumente, sich der positiven Wirkung auf die Lebensqualität durch vermehrte physischer Aktivität zu verschließen.

Information Krebserkrankungen

Man muss nicht erst erkranken, um die positiven Effekte von Bewegung für sich zu entdecken 😉

Befunde zeigen schon ab 15 Minuten gesteigerte Aktivität pro Tag eine um drei Jahre gesteigerte Lebenserwartung (Wen et al., 2011). 

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