Die Rolle des Kleinhirns

Die Bewegungskoordination geschieht im Wesentlichen durch das Kleinhirn (Martinez 2014).

Rückkopplungsschleifen, die zum Beispiel Information über ausgeführte Bewegungen aus dem Großhirn, oder Stellungsinformationen (wo befinden sich meine Arme, wo im Raum befindet sich mein Körper, …) aus Gleichgewichtsorgan und Rückenmark enthalten, spielen bei der Integration im Kleinhirn eine Rolle.

Kleinhirn: Bewegunsglernen, Koordination, Kognition

Das Kleinhirn hat viele Aufgaben. Neben der Rolle bei Bewegungslernen und Steuerung von Gleichgewicht, Koordination von Bewegung und Feinmotorik hat das Kleinhirn auch kognitive Aufgaben (Koziol et al., 2014).

Tierexperiment: hier können Zellen ‚an- und ausgeknipst‘ werden

Deshalb können zelluläre Prozesse besser beobachtet und verändert werden. Im Tierexperiment konnte mittels optokinetischem (= durch Augenbewegung) Bewegungslernen gezeigt werden, dass Körnerzellen (Zellen des Kleinhirns) hierbei eine Rolle spielen (Wada, Funabiki & Nakanishi, 2014).

Bewegung lernen: das Gehirn ist plastisch

Plastizität bedeutet, dass tatsächlich neue Verbindungen zwischen Zellen geschaffen werden (Boele, Koekkoek, Zeeuw & Ruigrok, 2013). Der Artikel ist frei verfügbar, und da er neben allgemeinen Lerntheorien den Ablauf eines Tierexperiments sowie zellulare und anatomische Abläufe darstellt, kann man hier verschiedenes lernen.

Artikel zur Plastizität und Bewegungslernen im Tiermodell

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