Ernährung

Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst?!

Hunger ist eine Empfindung, welche uns durch hormonelle Signalkaskaden bewusst wird. Er regt uns zur Nahrungsaufnahme an. Doch was braucht der Mensch?

Es ist nicht egal, wie wir uns ernähren. Die richtige Ernährung kann sich positiv auf Gesundheit auswirken und uns leistungsfähiger machen. Für die Nahrungsverwertung benötigen wir den Verdauungstrakt. Eine Störung dieser Verwertung kann bei uns zu Beschwerden führen. Aber auch ein psychisches Ungleichgewicht (Stress) macht sich oft in Form von Verdauungsbeschwerden bemerkbar.

Unser Stoffwechsel wird u.a. über den Blutzuckerspiegel geregelt. Fehlregulation kann langfristig ernsthafte Organschäden nach sich ziehen. Bewegung wirkt sich positiv auf die Regulation aus.

Hunger ist eine Empfindung

Hunger ist die Empfindung, welche der Körper aussendet, um den Menschen zur Energieaufnahme zu bewegen (z.B. bei Energiemangel). Vermittelt wird diese Empfindung durch verschiedene Faktoren.

Hormone

Hormone dienen dazu Signale weiterzuleiten und so über das Nahrungsregulationszentrum im Gehirn (v.a. Hypothalamus) Einstellungen vorzunehmen. Hier spielen vor allem die Hormone Neuropeptid Y und das von Fettzellen produzierte Leptin eine Rolle (vgl. Teff, Petrova, Havel & Twonsend, 2007). Je sensitiver ein Körper mit Hormonproduktion reagieren kann, desto besser kann er sich auf wechselnden Bedarf anpassen. Durch Ernährungsgewohnheiten wird die Sensitivität des Regulationssystems beeinflusst (Francis & Stevenson 2011).

Der Verdauungstrakt beteiligt sich ebenso an der hormonellen Steuerung. Magendehnung (Grehlin), Nahrungsbestandteile im Darm (Glukagon-like-peptid) und Blutzucker (Insulin, Glukagon) sind adäquate Reize zur Hormonfreisetzung und somit auch an der Regulation von Nahrungsaufnahme und Hungerempfindung beteiligt.

Sinnesorgane

Alleine die Wahrnehmung von Speisen (Zubereitung, Geruch, Anblick und Geschmack) lösen Gefühle aus. „Das Wasser läuft einem im Mund zusammen.“

Sinnesorgane spielen sowohl eine Rolle bei der Auslösung von Hunger als auch bei der Empfindung von Sättigung („Ich habe einen großen Teller gegessen. Ich müsste jetzt eigentlich satt sein.“).

Psychologische Faktoren

„Etwas schlägt auf den Magen.“ Das Empfinden von Stress kann auf körperlicher Ebene in den Regelkreis der Steuerung des Hungergefühls eingreifen. Auch bei depressiven Stimmungen ist die Steuerung der Nahrungsaufnahme verändert.

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