Ernährungs-gewohnheiten

Ernährungsgewohnheiten – Unser Stoffwechsel ist anpassungsfähig und wandelbar. Durch gelegentliches Fasten können positive langfristige Umstellungen erzielt werden.

Unser Stoffwechsel ist anpassungsfähig und wandelbar

So führt zum Beispiel eine intermittierend (mit Unterbrechungen) stattfindende Beschränkung der Energiezufuhr (z.B.: gelegentliches Fasten) zu einer Stoffwechselumstellung und besseren Anpassungsfähigkeit des Organismus. Neurowissenschaftler, erklären wie intermittierende Energiezufuhrbeschränkung die Nervenzellen des Gehirns widerstandsfähiger machen kann (Van Praag, Fleshner, Schwartz & Mattson, 2014). Die richtige Ernährung kann möglicherweise ein Ansatz zur Vermeidung von neurodegenerativen Krankheiten sein. Nicht nur das – der ganze Körper profitiert, da Stoffwechselenzyme sich aufgrund von Ernährungsgewohnheiten anpassen können. Im Maus- und Rattenmodell konnten Mattson, Duan und Guo (2003) diese Effekte bestätigen. Ernährung spielt eine Rolle bei der Entstehung von neurodegenerativen Krankheiten wie der Alzheimer Demenz oder Parkinson. Einen positiven Effekt auf die neuronale Plastizität und weniger Zelltod hatten kleinere und dafür mehr Mahlzeiten.

Rolle von Gewichtsreduktion

Problem des Überangebots

In westlichen Breitengraden gibt es ein Überangebot an Nahrungsmitteln, was oftmals Gewichtsreduktion notwendig macht, um ein gesundes Gewicht zu erreichen. Gewichtsverlust ist in jungen Jahren einfacher (was nicht bedeutet, dass es in höherem Alter nicht möglich und nötig sein kann), Ernährungsqualität und physische Aktivität spielen eine Rolle (Kimokoti et al. 2010).

Gesundes Gewicht = höhere Lebenszufriedenheit

Ernährung und angemessenes Gewicht haben Einfluss auf Lebensqualität (Kimokoti et al. 2010). Gemessen wird Lebensqualität in DALY (= daily adjusted life years). Diese Maßeinheit gibt die Anzahl der noch verbleibenden beschwerdefreien Lebensjahre an.

Gewichtsreduktion und koronare Herzkrankheit

Nähere Betrachtung des Einflusses, den Gewichtsreduktion auf die Reduktion des Risikos an koronarer Herzkrankheit zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden, haben Stevens, Erber, Truesdale, Wang & Cai (2013) angestellt. Eine langfristige Gewichtsreduktion wirkt sich hierbei positiv aus, doch kann ein kurzfristiger Gewichtsverlust eventuell auch als Warnhinweis für eine ernst zu nehmende Erkrankung verstanden werden.

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