Masturbation

Sozialisationsprozesse – Wertvorstellungen der Gesellschaft nehmen Einfluss auf Sexualpraktik

Entwicklung von Masturbationsverhalten – Mann vs. Frau

Wie junge Erwachsene Masturbationspraktiken kennenlernen und soziale Tabus, sowie den Konflikt damit erleben, versuchen Kaestle und Allen (2011) herauszufinden. Masturbation bei Frauen ist gesellschaftlich stärker verpönt und führt dazu, dass Frauen diese Praxis erst später für sich als positiv für die Sexualentwicklung entdecken.

Cyberpornografie – Wer wie oft?

Ein heute häufig genutztes Medium zur Masturbation stellt das Internet dar. Einen großen Varianzanteil in der Frage wer Cyberpornos verstärkt nutzt, klären Stack, Wasserman & Kern (2004) auf. Neben nicht vorhandener glücklicher Ehe sprechen auch geringe Religiosität und in der Vergangenheit aufgetretene abweichende Sexualvorstellungen für eine verstärkte Nutzung. Männer gaben in dieser Untersuchung sechsmal häufiger als Frauen die Nutzung von Internetpornografie an.

Masturbationshäufigkeit und Typ Frau?

Brody und Nicholson (2013) untersuchten, bei welchen Frauen der Wunsch nach Masturbation und die Tätigkeit der Masturbation häufiger auftraten. Häufigere Masturbation zeigt sich bei Frauen mit unreiferen Abwehrmechanismen, bei jüngeren Frauen und bei Frauen, welche weniger Verpflichtung gegenüber sozial erwünschtem Verhalten angeben. Achtung! Dies ist selbstverständlich nur einer unter vielen Befunden und sollte nicht generalisiert werden.

Schuldempfindung mindert sexuelles Erleben

Ein Original zum Thema Masturbation liefern Green und Mosher (1985). Im Experiment wurden Versuchspersonen einer von vier erotischen Versuchsbedingungen (1. spezifische Erinnerungen an vergangenen Verkehr, 2. Masturbation, 3. freie Fantasie oder 4. vorgelegte Fantasien) zugeordnet. Im Anschluss wurden sexuelle Scham/Schuld und subjektive Erregung erfasst. Das Fazit der Autoren zeigt negativen direkten und indirekten Einfluss von Schuldempfindung auf das sexuelle Erleben.

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