Teamwork

Teamwork

In Arbeitsgruppen (Teamwork) treffen neben verschiedenen Professionen (mit entsprechend unterschiedlichem Wissenshintergrund) auch verschiedene soziale Charaktere aufeinander. Hierdurch entsteht eine spezifische Gruppendynamik (angespannte Grundstimmung oder ehrliches Arbeitsklima, …). Auch werden den einzelnen Personen neben ihren Arbeitsaufgaben von den anderen Menschen soziale Rollen zugeschrieben (der Vielredner, der Gewissenhafte, der mit dem man gerne ein Bier trinken würde, der Stille, …). Probleme können deshalb nicht nur als reines Arbeitsaufgaben- oder Personenproblem gesehen werden.

Shared-Information-Bias

Ungeteilte Information (nicht jedes Gruppenmitglied hat die gleiche Information) kann bei mangelndem Austausch außen vor bleiben. Bei Entscheidungsfindungen kann das Bestmögliche nur gefunden werden, wenn alle relevanten Informationen den Beteiligten bekannt sind (vgl. Baker, 2010). Um diesen Bias zu reduzieren, kann visuelle Darstellung genutzt werden, um fehlende Informationen leichter zu bemerken. Ein Arbeitsklima, das kritische Diskussionen zulässt, kann ebenfalls helfen (Baker, 2010).

Der Aspekt der Affektivität (da es um menschlichen Austausch geht, spielen auch die Gefühle der Teilnehmer eine Rolle) sollte nicht ausgeblendet werden bei Entscheidungsprozessen. Eine positive Grundstimmung führt dazu, dass Gruppenmitglieder ungeteilte Informationen stärker austauschen (Emich, 2014).

In Verhandlungen oder bei Entscheidungsprozessen kann es aufgrund von Uneinigkeit und verschiedener Wahrnehmung zur Entstehung von Konflikten kommen. Wichtig ist dabei die gewaltfreie Kommunikation, welche vor allem mittels Selbstoffenbarungen („Ich, …“) versucht Klarheit zu schaffen und Bedürfnisäußerungen ohne Angriff zuzulassen.

Eine Strategie: GRIT – strukturierte Deeskalation

Das Graduated and Reciprocated Initiative in Tension-reduction (= GRIT) kann in komplexen Situationen der Konfliktentschärfung dienen (vgl. Lindskold, Han & Betz, 1986). Durch Einladung zur Konfliktentschärfung und Ankündigung sowie Durchführung von vertrauensbildenden Maßnahmen soll Deeskalation erreicht werden. Mittels gegenseitigem Entgegenkommen, was eine Teilstrategie des GRIT darstellt,  kann mehr Kooperation erzielt werden (Komorita, Parks & Hulbert, 1992).

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