Blutzucker – Zucker im Körper

Blutzucker ist Zucker im Körper. Der Stoffwechsel ist so reguliert, dass der Blutzuckerspiegel möglichst konstant ist. Das ist wichtig damit alle Zellen (v.a. Gehirnzellen) mit Energie versorgt werden. Wie der Temperaturregler der Heizung so soll auch das Blutzuckerangebot immer in einem bestimmten Range bleiben.

Glykogen stellt die platzsparende Speicherform von Zucker im Körper dar. Bei zu hoher Zuckerzufuhr „läuft der Speicher über“ und überschüssige Energie wird in Speicherfett angelegt. Hat man zu wenig Zucker im Blut, so beginnt der Körper den Glykogenspeicher, der sich in der Leber befindet, abzubauen. Auch im Muskel kann Glykogen gespeichert werden. Der Muskel geht damit egoistischer um und nutzt die Ressource nur für den Eigenbedarf. Selbstverständlich greift der Körper auch auf unsere Speicherfettreserven zurück zur Energiegewinnung.

Wenn man Nahrung zu sich nimmt, kann der Körper zum einen direkt aus den Bestandteilen Energie gewinnen, zum anderen schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, damit der Blutzuckerspiegel die Range nicht übersteigt. So wird dann der Glykogenspeicher aufgefüllt, wieder Speicherfett aufgebaut und der Zellstoffwechsel angeregt (jeden Tag sterben viele der Körperzellen natürlicherweise ab z.B. Magen-Darm-Trakt, Hautzellen, Blutzellen, …). Damit genügend Zellen nachgebildet werden können benötigt man täglich Proteine.

Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes ist eine weit verbreitete chronische Erkrankung (ca. 10 % aller Deutschen), welche den (Zucker) Stoffwechsel betrifft.

Robert-Koch-Institut

Die Blutzuckerregulation schlägt fehl, was langfristig zu schwerwiegenden Folgen wie u.a. Neuropathien und Gefäßverschlüssen führen kann.

Diabetesstiftung

Für die Behandlung ist eine Einschreibung in sogenannte DMPs (= Disease Management Program) möglich, welche mit evidenzbasierten Methoden versucht, den Krankheitsverlauf zu verbessern und von den Krankenkassen angeboten wird.

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In Bezug auf Diabetes Mellitus veröffentlichten Tigges, Wennehorst, Saliger und Englert (2015) einen Artikel, der aufzeigt, wie Angriffspunkte für eine Ernährungsumstellung geschaffen werden können. Dieses Modell eignet sich bestimmt aber auch für jedermann, der Erfolg haben möchte bei der Ernährungsumstellung. 

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Das Modell unterstützt dabei Zielformulierungen erreichbar zu gestalten. Durch Edukation lernt man den menschlichen Schweinehund besser kennen und so auch besser zu überlisten.

Wann steigt der Energieumsatz?

Wann muss der Stoffwechsel relativ gesehen mehr Zucker bereitstellen, da mehr Zucker verbraucht wird?

Der Körper benötigt auch in Ruhe Energie um die Grundversorgung (Körpertemperatur, Kreislauf, …) aufrechtzuerhalten.  Unsere körperliche und geistige Aktivität bestimmt, wie viel Energie der Körper täglich darüber hinaus benötigt. Dass die körperliche Aktivität, den Energieumsatz durch erhöhten Energieverbrauch im Muskel steigert, ist leichter zu verstehen. Geistige Anstrengung benötigt Energie. Auch das geschieht vorwiegend durch erhöhte Muskeltätigkeit. Der Muskel hat einen höheren Grundtonus, das heißt einen gesteigerten Grad an Anspannung gegenüber dem Ruhezustand.

Auch durch Nahrungsaufnahme wird der Energieumsatz beeinflusst. Bei proteinreicher Nahrung fährt der Stoffwechsel hoch – fettreiche Nahrung lässt ihn hingegen weniger stark aufdrehen. Diese Trägheit nach schwerer Nahrung hat sicher jeder schon einmal am eigenen Leib erfahren. Wenn man viel Nahrung aufnimmt, dann benötigt das Verdauungssystem viel Sauerstoff (wie der Muskel viel Sauerstoff benötigt, wenn er viel arbeiten muss). Dieser Sauerstoff wird mit dem Blut geliefert. Wenn nun der Sauerstoff überwiegend vom Verdauungssystem abgegriffen wird, bleibt für den Rest des Körpers zeitweise weniger.

Wie misst man denn den Energieumsatz?

Der Körper hat ähnlich wie andere Energiewandler einen hohen Verlust an Wirkungsgrad durch Wärmeproduktion. Diese Erwärmung bzw. Wärmeabgabe an die Umgebung kann gemessen werden, um den Energieverbrauch des Körpers zu bestimmen.

Eine andere Möglichkeit ist es den Sauerstoffverbrauch zu bestimmen. Dies funktioniert, da der Körper für die Umsetzung der Brennwerte der Nahrungsmittel Sauerstoff verbraucht (Zellatmung) – je mehr also umgesetzt wird, desto mehr Sauerstoff hat der Körper verbraucht und Kohlenstoffdioxid abgeatmet.

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