Was motiviert zu einer Tätigkeit?

Wann ist jemand motiviert eine Tätigkeit auszuführen?

Es kann zwischen extrinsisch („etwas tun, damit dadurch etwas erreicht wird“) und intrinsisch („etwas tun um der Tätigkeit Willen“) motiviertem Verhalten unterschieden werden.

Beim Erreichen von Bindungs-, Leistungs- oder Machtzielen empfinden Menschen interindividuell unterschiedlich starke Befriedigung. Dies bezeichnet man als die implizite Motivstruktur. Interessant ist, dass diese nicht mit den bewusst gesetzten Zielen eines Menschen übereinstimmen muss – förderlich wäre es allerdings, denn sonst kämpft man unter Umständen für Ziele deren Erreichung dennoch nicht als befriedigend wahrgenommen wird.

Es lohnt sich also sich mit der eigenen Zufriedenheit auseinander zu setzen, um dysfunktionale Anstrengungsversuche zu vermeiden, welche doch keine bessere Stimmung herbeiführen.

Was ist der Überrechtfertigungseffekt?

Die Sozialpsychologie geht davon aus, dass intrinsisch motiviertes Verhalten schwindet durch die Darbietung einer Belohnung für dieses (= Darbietung eines extrinsischen Anreizes).

Weshalb ist das so? Wenn der äußere Anreiz stärker ist, wird die Tätigkeit aufgrund der Belohnung von außen ausgeführt und nicht primär, weil sie Spaß macht. Wenn dann der äußere Reiz wegfällt, wird die Tätigkeit vernachlässigt, da es keinen Grund mehr gibt, sie auszuüben. Soweit die Theorie… Doch neuere Studien wie die von Akin-Little und Little (2004) oder Bright und Penrod (2009) konnten diesen Effekt nicht feststellen.

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